THE FUTURE IS NOW! - Jahreskonzept für 2018

Hologramme, intelligente Roboter, personalisierte Werbeschaltung und Big Data, computergesteuerte Häuser und Haushaltsgeräte, virtuelle Realitäten, gedruckte Objekte und noch viel mehr. Das alles klingt auch heute noch wie aus einem Sci-Fi-Movie entnommen, ist aber mittlerweile längst im Alltag angekommen. Was vor 10 Jahren noch undenkbar gewesen ist, scheint heute – gerade für die Generation der „Digital Natives“ – nichts Besonderes mehr zu sein. Diese rasante Wandlung und zunehmende Technisierung unserer Lebenswelt und dessen Folgen thematisierten wir unter dem Aspekt von Bewegung bereits im letzten Jahr.

In diesem Jahr wollen wir, auch im Hinblick auf unser 10-jähriges Jubiläum, unter dem Motto „The future is now!“ danach fragen, was es eigentlich heißt im Jahre 2018 Kunst zu produzieren, als seine Existenz zu bestreiten und sich zwischen alten und neuen künstlerischen und visuellen Medien zu bewegen. Was ist geblieben, was ganz neu? Was hat sich verändert – in den künstlerischen Möglichkeiten, aber auch gesellschaftlich und kulturell? Wie viel von einstigen Zukunftsutopien (und auch Dystopien) hat sich auch in den Inhalten aktueller zeitgenössischer Positionen niedergeschlagen? Welche neuen Wege der visuellen Ausdrucksformen eröffnen sich über neue technische Möglichkeiten? Wo stehen wir heute im Vergleich z.B. zu den Anfängen der Net Art der 1980er und 90er oder den Filmen und Fotografien der 2000er? Wie haben sich künstlerische Produktionen durch Digitalisierung, Social Media und den Allroundern von Smartphones und anderen technischen Entwicklungen verändert?

Diese und viele Fragen mehr möchten wir in unserem Ausstellungsprogramm 2018 untersuchen. Dazu werden wir über das Jahr hinweg einen kunsthistorischen Vortrag mit anschließender Diskussion präsentieren, 4 Ausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zeigen sowie eine Jubiläumsausstellung im Sommer. Während die monatlichen Ausstellungen die subjektiven Perspektiven zu unserem Jahresthema verhandeln, zeigt die Jubiläumsausstellung vielmehr einen Querschnitt der letzten 10 Jahre, der älteres und neueres zusammenfügt und einen Eindruck davon vermittelt wo wir damals und heute standen bzw. stehen.